Sport­mil­li­arde muss rich­tig genutzt werden

Medien-Information Nr. 08/2025 vom

Landes­sport­bünde Bayern und Nord­rhein-West­fa­len fordern mehr Prag­ma­tis­mus in der Spit­zen­sport­för­de­rung des Bundes

Die Landes­sport­bünde Bayern und Nord­rhein-West­fa­len begrü­ßen, dass in den Verhand­lun­gen zum Koali­ti­ons­ver­trag der Bundes­re­gie­rung eine Sport­mil­li­arde vorge­se­hen ist, die jähr­lich für Inves­ti­tio­nen in Sport­stät­ten zur Verfü­gung gestellt werden soll. „Das ist der drin­gend notwen­dige Impuls, um endlich den milli­ar­den­schwe­ren Sanie­rungs­stau bei den Sport­stät­ten in unse­ren Ländern anzu­ge­hen“, so Jörg Ammon und Stefan Klett, Präsi­den­ten der beiden Landes­sport­bünde. „Unsere Mitglie­der­zah­len bewe­gen sich auf einem Allzeit­hoch. Regel­mä­ßig müssen mitt­ler­weile Sport­ver­eine Mitglie­der abwei­sen, weil einfach nicht genü­gend Sport­stät­ten zur Verfü­gung stehen. Das ist völlig inak­zep­ta­bel, sagen Ammon und Klett weiter. Notwen­dig sei jetzt eine zusätz­li­che Förde­rung aus den Bundes­län­dern, um die Sport­mil­li­arde des Bundes möglichst zu verdop­peln, so die beiden größ­ten Landes­port­bünde, die gemein­sam mehr als 29.000 Sport­ver­eine mit mehr als 10 Millio­nen Mitglie­dern betreuen. Kommu­nen und Sport­ver­eine soll­ten glei­cher­ma­ßen von den Inves­ti­tio­nen profi­tie­ren. Denn Sport­ver­eine benö­ti­gen sowohl vereins­ei­gene als auch kommu­nale Sport­stät­ten, um Ange­bote für möglichst viele Menschen machen zu können.

Neben der Sport­mil­li­arde nennt der Koali­ti­ons­ver­trag zahl­rei­che Vorha­ben, um die Rahmen­be­din­gun­gen für ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment zu verbes­sern. Die derzeit zwischen CDU/CSU und SPD noch strit­tig gestellte Ansied­lung eines Staats­mi­nis­ters oder einer Staats­mi­nis­te­rin für Sport und Ehren­amt im Kanz­ler­amt inklu­sive der entspre­chen­den Sport­ab­tei­lung wäre da der folge­rich­tige Schritt. Das entsprä­che der Bedeu­tung des Vereins­sports für die Werte­ver­mitt­lung und die Förde­rung von Gesund­heit, Zusam­men­halt und Leistungsbereitschaft.

Gleich­zei­tig fordern die beiden Verbände mehr Prag­ma­tis­mus in der Spit­zen­sport­för­de­rung des Bundes. „Seit mehr als zehn Jahren disku­tie­ren wir über eine Reform des deut­schen Spit­zen­sports. Es wurden berge­weise Konzepte geschrie­ben. Aber es wird nichts umge­setzt. Eine Spit­zen­sport­agen­tur mit großen Gremien, wie von der letz­ten Bundes­re­gie­rung disku­tiert, wird nichts besser machen. Wir benö­ti­gen auf der einen Seite eine grund­sätz­li­che Aner­ken­nung der Auto­no­mie des Sports durch die Poli­tik. Ande­rer­seits müssen die Sport­ver­bände eine voll­stän­dige Trans­pa­renz darüber herstel­len, was sie mit den Förder­gel­dern des Bundes tatsäch­lich errei­chen. Wir reden von Spit­zen­sport, da sollte auch in der Förde­rung schlicht das Leis­tungs­prin­zip gelten. Wie diese Leis­tun­gen erreicht werden, muss der Sport selbst entschei­den“, so Klett und Ammon.

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